Persönlichkeitstest: Stärken & Schwächen Ihres Charakters
Wer sind Sie wirklich? Was unterscheidet Sie von anderen? Entdecken Sie Ihre Charakterstärken und Schwächen mit dem GIP-Persönlichkeitstest, der auf einer einzigartigen Forschungsbasis von über 30.000 Befragten beruht. Vergleichen Sie Ihr Profil anonym und kostenlos mit einer repräsentativen Stichprobe.

Auf dieser Seite erfahren Sie, woran man einen seriösen Persönlichkeitstest erkennt, was populäre Tests oft nicht leisten und wie Sie mit dem Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) ein differenziertes Persönlichkeitsprofil für Alltag, Privatleben und Beruf gewinnen. Der GIP ist für die breite Öffentlichkeit gedacht und nicht auf einzelne Berufsgruppen fokussiert. Wenn Sie speziell wissen möchten, wie sich Ihre Persönlichkeit auf Beruf, Karriere und Führung auswirkt, finden Sie hier den Zugang zur zweiten Variante, dem berufsbezogenen Persönlichkeitstest (BPT).
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Inhaltsverzeichnis
- Das GIP: Stärken und Schwächen im sozialen Vergleich erkennen
- Der GIP-Test: In 10 bis 15 Minuten zu Ihrem wissenschaftlich fundierten Profil
- Die Forschung hinter dem GIP: Von der Hochschule in die Praxis
- Wissenschaftliche Prognose statt historischer Typologie
- GIP - Interpretation Ihrer Ergebnisse: Ihr Profil in 10 Dimensionen
- Warum der Test (GIP) das reale Leben widerspiegelt
- Häufige Fragen (FAQ) zur Persönlichkeitsdiagnostik
- Fazit: Das GIP-Profil auf den Punkt gebracht
- Weitere ergänzende Forschungsergebnisse
- Über den Autor
Das GIP: Stärken und Schwächen im sozialen Vergleich erkennen
Was unterscheidet Sie wirklich von anderen? Die meisten Menschen schätzen ihre eigenen Stärken und Schwächen intuitiv ein – doch dieses „Bauchgefühl“ täuscht oft. Um ein klares und unvoreingenommenes Bild der eigenen Persönlichkeit zu gewinnen, ist ein objektiver Vergleichsmaßstab unverzichtbar.
Genau hier setzt das Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) an. Es bietet Ihnen nicht nur eine Beschreibung Ihrer Eigenschaften, sondern spiegelt Ihr individuelles Profil an einer repräsentativen Stichprobe von Personen, die diesen Test bereits absolviert haben. Erst durch diesen Vergleich mit anderen Testteilnehmern wird Selbsterkenntnis messbar und präzise.
Warum der Vergleich mit anderen den entscheidenden Unterschied macht
Ein Testergebnis gewinnt in der modernen Psychologie erst dann an Wert, wenn man es in Relation setzt. Der GIP ermöglicht es Ihnen zu erkennen:
- Überdurchschnittliche Talente: Welche Merkmale sind bei Ihnen stärker ausgeprägt als bei der Mehrheit der Bevölkerung?
- Wettbewerbsvorteile: Wo liegen Ihre natürlichen Ressourcen, die Sie im Beruf und Privatleben gezielter einsetzen können?
- Entwicklungspotenziale: In welchen Bereichen weichen Sie vom Durchschnitt ab? Dies deutet oft auf „blinde Flecken“ hin, die Ihren Erfolg bremsen könnten.
Seriöse Diagnostik statt „Schubladendenken“
Im Gegensatz zu vielen populären Tests, die Menschen lediglich in starre Kategorien, Farben oder Typen einteilen, liefert das GIP ein differenziertes Bild Ihrer Persönlichkeit. Da sich das Verfahren konsequent an der DIN-Norm 33430 für seriöse Eignungsdiagnostik orientiert, erhalten Sie eine fundierte Basis für wichtige Entscheidungen.
Ob in der Karriereplanung oder bei privaten Weichenstellungen: Es steht oft zu viel auf dem Spiel, um sich auf vage Vermutungen oder unwissenschaftliche Horoskop-Tests zu verlassen. Nutzen Sie das GIP für eine Bestandsaufnahme, die höchsten Qualitätsstandards entspricht.
Viele Interessenten fragen sich, worin sich populäre Persönlichkeitstests wie MBTI, DISG oder Big Five tatsächlich unterscheiden. Einen kompakten Überblick dazu bietet der Beitrag Vergleich bekannter Persönlichkeitstests.
Der GIP-Test: In 10 bis 15 Minuten zu Ihrem wissenschaftlich fundierten Profil
Ein fundierter Persönlichkeitstest ist keine Angelegenheit von zwei Minuten. Während viele Portale im Internet „Quick-Checks“ anbieten, die eher der Unterhaltung dienen, setzt das Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) auf Tiefgang und Belastbarkeit. Für ein aussagekräftiges Ergebnis, das Ihnen im Alltag und Beruf wirklich weiterhilft, sollten Sie eine Bearbeitungszeit von etwa 10 bis 15 Minuten einplanen. Sie bekommen Tipps zur Interpretation der Ihrer Testergebnisse anhand von Beispielen. Sie die Ergebnisse aber auch von einer KI interpretieren lassen.
Warum 60 Fragen für Ihre Ergebnisqualität notwendig sind
Persönlichkeit ist ein komplexes Gefüge aus verschiedenen Dimensionen, das sich nicht durch eine Handvoll Pauschalfragen erfassen lässt. Um Ihr Profil präzise und differenziert abzubilden, verwendet das GIP insgesamt 60 gezielte Items (Fragen). Dieser Umfang bietet Ihnen entscheidende Vorteile:
- Höchste Messgenauigkeit: Eine größere Anzahl an Fragen reduziert den Zufallsfaktor und statistische Ausreißer. Nur so entsteht ein stabiles Profil, das Ihre tatsächliche Persönlichkeit widerspiegelt und nicht nur eine momentane Stimmung einfängt.
- Feinjustierung für die breite Bevölkerung: Da das GIP für eine sehr große und vielfältige Personengruppe konzipiert wurde, muss das Messinstrument feiner kalibriert sein. Die 60 Items stellen sicher, dass auch subtile Unterschiede im Vergleich zur Normgruppe sichtbar werden.
- Wissenschaftliche Präzision in Alltagssprache: Die Fragen sind bewusst in verständlicher Sprache formuliert. Dies macht den Test zugänglich, ohne die methodische Tiefe zu opfern, die durch die zugrunde liegenden theoretischen Modelle gewährleistet wird. Siehe dazu das Kapitel "Warum der Test den realen Alltag widerspiegelt".
Ihre Investition in echte Selbsterkenntnis
Die Zeit, die Sie in die Bearbeitung investieren, fließt direkt in die Validität (Gültigkeit) Ihres persönlichen Berichts. Am Ende erhalten Sie kein Standard-Ergebnis „von der Stange“, sondern eine detaillierte Auswertung, die auf den gleichen strengen wissenschaftlichen Kriterien basiert wie der professionelle BPT für Führungskräfte.
Wichtiger Hinweis: Der Test ist für Sie vollkommen kostenlos, anonym und erfordert keinerlei Registrierung oder die Angabe einer E-Mail-Adresse. Ihre Daten dienen ausschließlich der Erstellung Ihres Profils und der wissenschaftlichen Forschung.
Die Forschung hinter dem GIP: Von der Hochschule in die Praxis
Das Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) ist nicht in einem kommerziellen Marketing-Labor entstanden, sondern das Ergebnis eines fundierten Forschungsprojekts an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Ziel dieses Projekts war es, die Defizite traditioneller Tests zu überwinden und ein Instrument zu entwickeln, das wissenschaftliche Qualität mit praktischem Nutzen verbindet.
Meilensteine der Entwicklung
Die Entstehung des Verfahrens ist durch eine kontinuierliche empirische Überprüfung und Weiterentwicklung gekennzeichnet:
- Startpunkt (2017): Das Projekt begann mit der Analyse von Verhaltensweisen und Aussagen zahlreicher Fach- und Führungskräfte, um berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale präzise zu identifizieren.
- Ausgangspunkt: Am Anfang standen rund 250 Experten-Interviews. Auf dieser Grundlage wurde das Verfahren über Jahre hinweg empirisch weiterentwickelt und validiert.
- Breite Datenbasis: Heute beruht das Verfahren auf mehr als 30.000 befragten Personen.
- Bewährung in der Praxis: Die Praxistauglichkeit wurde in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern des Instituts für Management-Innovation sichergestellt (siehe Referenzen des Instituts).
- Anwendungsfelder: Das Verfahren kam bereits in DAX-Konzernen sowie bei mittelständischen Weltmarktführern (Hidden Champions) zum Einsatz, zum Beispiel im Coaching, im 360-Grad-Feedback, in General-Management-Programmen und im MBA.
- Alltagsnähe: Die umfangreiche Anwendung in der Praxis und die kontinuierliche Verbesserung sorgen dafür, dass der Test auf beobachtbarem Verhalten realer Menschen beruht. Wie das konkret geschieht, zeigt der Abschnitt „Warum der Test das reale Leben widerspiegelt“.
Wissenschaftliche Dokumentation
Transparenz ist ein Kernwert seriöser Diagnostik. Während viele Anbieter ihre Algorithmen geheim halten, ist die methodische Grundlage sowie die Validierung dieses Tests vollständig im Fachbuch „Persönlichkeit gewinnt“ (erschienen im renommierten Schäffer-Poeschel Verlag) dokumentiert.
Ausführliche Informationen zur wissenschaftlichen Entstehung und den statistischen Gütekriterien finden Sie auf der offiziellen Projektseite der THM: Forschungsprojekt Persönlichkeitstest an der THM.
Wissenschaftliche Prognose statt historischer Typologie
Der Wunsch, die menschliche Persönlichkeit in feste Kategorien einzuteilen, ist alt. Von der antiken Temperamentenlehre (Sanguiniker, Choleriker) über die Astrologie bis hin zu modernen Verfahren wie DISG oder MBTI bleibt die Logik dieselbe: Menschen werden in „Schubladen“ oder Farben sortiert. Doch für Ihre Karriere oder wichtige Lebensentscheidungen ist ein Etikett wie „dominant“ oder „extravertiert“ wenig hilfreich.
Das Problem der fehlenden Prognosekraft
Viele populäre Tests leiden unter dem sogenannten Barnum-Effekt: Sie liefern vage, schmeichelhafte Aussagen, die fast auf jeden zutreffen („Sie suchen Harmonie, können aber auch entschlossen sein“). Wissenschaftlich gesehen haben solche Beschreibungen kaum einen diagnostischen Wert.
Das zentrale Problem: Diese Modelle wurden oft theoretisch oder strukturstatistisch abgeleitet (wie etwa die Big Five), ohne zu prüfen, ob sie tatsächlich beruflichen Erfolg oder konkretes Verhalten vorhersagen können. Wie im Fachbuch „Persönlichkeit gewinnt“ (Kapitel 5.1) dargelegt, erfüllen die wenigsten der heute verbreiteten Tests die notwendigen Gütekriterien für eine verlässliche Prognose. Das bedeutet, dass ein Persönlichkeitstest als dienen muss, die über Barnum-Effekt oder das reine Bauchgefühl hinausgeht.
Der GIP-Ansatz: Vom Verhalten zur Analyse
Das Forschungsprojekt der THM ist den umgekehrten Weg gegangen. Wir starteten nicht bei historischen Typen, sondern bei konkret beobachtbarem Verhalten im beruflichen Alltag.
- Empirische Herleitung: Die Test-Items wurden aus realen Aussagen von über 30.000 Fach- und Führungskräften entwickelt und operationalisiert.
- Prognostische Validität: Entscheidend ist nicht, welcher „Typ“ Sie sind, sondern wie verlässlich der Test vorhersagt, wie Sie unter Zeitdruck, in Konflikten oder bei der Übernahme von Verantwortung tatsächlich agieren.
- Reale Vergleichsdaten: Statt einer abstrakten statistischen Normierung nach der klassischen Testtheorie nutzt das GIP Vergleichsdaten aus der echten Managementpraxis (DAX-Konzerne, mittelständische Weltmarktführer und Einzelpersonen - in Interviews, Coachings, Seiminaren, 360-Grad-Feedbacks, Mitarbeiterbefragungen und diversen Workshops).
Verantwortung durch DIN 33430
Da es bei Ihren Entscheidungen im Beruf und Privatleben um viel geht, orientiert sich das GIP konsequent an der DIN-Norm 33430. Dieser Standard garantiert Ihnen ein Verfahren, das auf nachgewiesenen Zusammenhängen zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und tatsächlichen Erfolgsindikatoren basiert.
„Wer einen Persönlichkeitstest für reale Entscheidungen entwickelt, muss von beobachtbarem Verhalten ausgehen, nicht von theorielosen Typologien.“ (Vgl. Pelz, W.: Persönlichkeit gewinnt, Schäffer-Poeschel).
GIP - Interpretation Ihrer Ergebnisse: Ihr Profil in 10 Dimensionen
Um ein belastbares Ergebnis zu erhalten, das weit über oberflächliches „Schubladendenken“ hinausgeht, verwendet das GIP 60 gezielte Verhaltensbeschreibungen (Items). Diese erfassen Ihre Ausprägungen in vier zentralen Erfolgsdimensionen und zehn spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen. Am besten, Sie probieren das mal aus:
Ihre nächsten Schritte:
- Starten Sie das Test-Portal über die untenstehende Schaltfläche.
- Bewerten Sie die 60 Items intuitiv – es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“.
- Laden Sie Ihr persönliches PDF-Profil inklusive der Vergleichsdaten sofort herunter.
→ HIER STARTEN: Zum Gießener Inventar der Persönlichkeit
Anleitung: So interpretieren Sie Ihr GIP-Profil
Haben Sie Ihren Test abgeschlossen? Die wahre Stärke des GIP liegt in der differenzierten Betrachtung Ihrer Ergebnisse. Das Verfahren misst 10 Merkmale auf bipolaren Skalen. Jedes Merkmal beschreibt am positiven Pol eine gestaltende Stärke, während der Gegenpol einen spezifischen psychologischen Engpass oder ein Risiko benennt.
| Dimension | Stärken | Schwächen (Gegenpol) |
|---|---|---|
| 1. Zukunftsorientierung | Gestaltende Kreativität: Entwicklung nützlicher Neuerungen und Lösungen. | Passive Konsumhaltung: Verharren in der Komfortzone, Widerstand gegen Wandel. |
| Neugieriges Lernen: Wissbegierde als Basis für intrinsische Motivation. | Verschlossenheit: Bequemlichkeit ohne Rücksicht auf neue Anforderungen. | |
| Optimistischer Ehrgeiz: Energie durch Visionen und Chancenorientierung. | Pessimistische Ängstlichkeit: Mangel an Erfolgserlebnissen; Risiko depressiven Verhaltens. | |
| 2. Sozialverhalten | Gerechtigkeit & Fairness: Stärkung von Teamzusammenhalt und Kooperation. | Eigensüchtiger Egoismus: Fokus auf eigene Vorteile; Klagen über mangelnde Wertschätzung. |
| Integrität & Vertrauen: Überzeugung von vertrauensvoller Zusammenarbeit. | Politisches Taktieren: Manipulatives Verhalten, Machtspiele und Arbeitsüberlastung. | |
| Verantwortung & Unterstützung: Sorge für den Beitrag jedes Teammitglieds. | Distanzierte Gleichgültigkeit: Soziale Isolation durch fehlenden Gemeinschaftsbeitrag. | |
| 3. Persönliches Wachstum | Mut & Begeisterung: Zivilcourage und Einsatz für die gemeinsame Sache. | Ängstliches Zaudern: Fehlen eines eigenen Standpunkts („kein Rückgrat“). |
| Vorbild & Zielorientierung: Inspiration durch authentisch vorgelebte Werte. | Opportunistische Abhängigkeit: Verkümmern von Talenten durch reine Befehlsempfängerei. | |
| Ausdauer & Resilienz: Effizienter Umgang mit Belastung und Stress. | Erlernte Hilflosigkeit: Frustration und vorschnelles Aufgeben bei Hürden. | |
| 4. Gestaltungswille | Fokussierte Willenskraft: Systematische Umsetzung von Zielen trotz Niederlagen. | Hyperaktives Chaos: Verzettelung, Stress ohne Resultate, mangelnde Konsequenz. |
Bitte beachten Sie: Aus ethischen Gründen misst das Gießener Inventar der Persönlichkeit primär das Potenzial Ihrer Stärken. Ist ein Wert jedoch extrem niedrig ausgeprägt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass an dieser Stelle ein relevanter Engpass bzw. eine Schwäche (siehe rechte Spalte) vorliegt. Da die Interpretation solcher Grenzfälle eine hohe diagnostische Verantwortung erfordert, ist dieses Thema für eine rein öffentliche Darstellung nicht geeignet; es wird stattdessen im Rahmen eines persönlichen Coachings individuell thematisiert.
Maximieren Sie Ihren Erkenntnisgewinn
Nutzen Sie Ihr GIP-Profil als Ausgangspunkt für eine gezielte Reflexion:
- Vergleich mit Berufsbildern: Prüfen Sie anhand unserer Fallbeispiele zur Interpretation, wie Ihr Profil mit den Anforderungen erfolgreicher Unternehmer oder Manager korreliert.
- KI-gestütztes Coaching: Lassen Sie Ihr Ergebnis-PDF von einer KI analysieren. Ein hilfreicher Prompt wäre: „Analysiere dieses GIP-Profil im Hinblick auf meine Rolle als Verantwortliche(r) für Transformationsprozesse. Welche Stärken sollte ich nutzen und wo muss ich auf Gegenpole achten?“
Tipp: Nicht jeder Test, der eingängige Typen oder farbige Profile liefert, eignet sich für wichtige private oder berufliche Entscheidungen. Eine kritische Einordnung der verbreitetsten Modelle finden Sie im Beitrag Persönlichkeitstests kritisch vergleichen.
Warum der Test (GIP) das reale Leben widerspiegelt
Die nachfolgende Grafik zeigt die vier Dimensionen und zehn Persönlichkeitsmerkmale des Gießener Inventars der Persönlichkeit (GIP). Grundlage dieser Merkmale sind keine abstrakten Typologien, historischen Persönlichkeitslehren oder symbolischen Kategorien, sondern Aussagen aus dem beobachtbaren Verhalten realer Menschen. Solche Aussagen haben wir über viele Jahre hinweg in Mitarbeitergesprächen, 360-Grad-Feedbacks, Coachings und zahlreichen Seminaren gesammelt.
Die Items des GIP wurden also nicht aus theoretischen Schubladen abgeleitet, sondern aus typischem Verhalten im Alltag entwickelt. Anschließend wurden sie mit zahlreichen Stichproben empirisch überprüft. Bis Ende 2025 ergab sich daraus eine Datenbasis von rund 30.000 Datensätzen.
Zwei dieser Persönlichkeitsmerkmale bezeichnen wir als „Vertrauensvolle Beziehungen“ und „Fokussierte Willenskraft“. Für beide Merkmale konnte ein enger Zusammenhang mit wichtigen Erfolgsindikatoren nachgewiesen werden. Diesen empirischen Nachweis nennt man in der Wissenschaft Kriteriumsvalidität.
Die beiden folgenden Beispiele zeigen, wie solche Persönlichkeitsmerkmale mit Hilfe konkreter Verhaltensbeschreibungen operationalisiert, also messbar gemacht wurden.
Fokussierte Willenskraft (mit drei umgepolten Items)
- Ich beginne wichtige Aufgaben auch dann, wenn ich gerade keine große Lust habe.
- Ich halte an einem Ziel fest, auch wenn kurzfristig attraktivere Alternativen auftauchen.
- Es gelingt mir meist, meine Stimmung so zu beeinflussen, dass ich arbeitsfähig bleibe.
- Wenn mehrere Dinge gleichzeitig meine Aufmerksamkeit fordern, gerät mein eigentliches Ziel leicht in den Hintergrund.
- Nach Störungen oder Unterbrechungen brauche ich oft eine Weile, bis ich wieder richtig im Arbeitsfluss bin.
- Manchmal beschäftige ich mich mit Nebensächlichkeiten, obwohl ich mir eigentlich etwas anderes vorgenommen hatte.
Vertrauensvolle Beziehungen (mit drei umgepolten Items)
- Ich habe aufrichtiges Interesse an anderen Menschen.
- Wenn ich etwas zusage, kann man sich in der Regel darauf verlassen.
- Wenn ich mich geirrt habe, spreche ich das offen an.
- Ich sage manchmal eher das, was gut ankommt, als das, was ich wirklich denke.
- Bei Meinungsverschiedenheiten halte ich mich mit meiner tatsächlichen Einschätzung eher zurück.
- Ich passe meine Haltung gelegentlich an, um Spannungen mit anderen zu vermeiden.
Die Aussagen werden auf einer 5er-Skala bewertet: 1 = „trifft gar nicht zu“ bis 5 = „trifft voll zu“.
Hinweis: Der Test enthält auch Items zur Messung der sozialen Erwünschtheit von Antworten.
Häufige Fragen (FAQ) zur Persönlichkeitsdiagnostik
Hier finden Sie fundierte Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) und den wissenschaftlichen Hintergrund unserer Verfahren.
Wie unterscheidet sich das GIP von Tests wie DISG, MBTI oder den Big Five?
Während populäre Modelle wie DISG oder MBTI Menschen in abstrakte Typen oder Farben sortieren, basiert das GIP auf der Messung von tatsächlichem Verhalten im Alltag. Statt vager, mehrdeutiger Beschreibungen (Barnum-Effekt) liefert das GIP prognostische Validität. Das bedeutet: Wir messen Verhaltensgewohnheiten, die entweder angeboren oder in der frühen Kindheit geprägt wurden.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Eine narzisstische Persönlichkeit mag kurzfristig bescheiden auftreten; langfristig wird sich jedoch die tief verwurzelte Neigung, sich in den Mittelpunkt zu stellen oder zu dominieren, unweigerlich durchsetzen. Das GIP macht solche stabilen Muster sichtbar.
Ist der GIP-Test wirklich kostenlos und anonym?
Ja. Das GIP ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Unser Ziel ist es, hochwertige wissenschaftliche Diagnostik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie müssen keine E-Mail-Adresse angeben und keine Registrierung vornehmen. Ihr PDF-Bericht wird direkt im Browser erstellt.
Kann ich die Ergebnisse des Tests beeinflussen?
Die im GIP verwendeten Verhaltensbeschreibungen (Items) sind so konstruiert, dass sie eine bloße „soziale Erwünschtheit“ erschweren. Da es im Berufs- und Privatleben bei wichtigen Entscheidungen um viel geht, liegt der größte Nutzen für Sie in einer ehrlichen Beantwortung. Nur so erhalten Sie eine valide Grundlage für Ihre persönliche Entwicklung.
Warum ist die Orientierung an der DIN-Norm 33430 so wichtig?
Die DIN-Norm 33430 ist der Goldstandard für seriöse Eignungsdiagnostik. Sie stellt sicher, dass ein Test objektiv, zuverlässig und gültig ist. Wie im Buch „Persönlichkeit gewinnt“ dargelegt, erfüllen die wenigsten der heute verbreiteten Tests diese strengen Kriterien. Wir setzen auf wissenschaftliche Qualität statt auf esoterische Vereinfachungen.
Wie sicher sind meine Daten?
Datenschutz steht bei uns an oberster Stelle. Da das Verfahren vollkommen anonym durchgeführt wird, werden keine personenbezogenen Daten (wie Name oder Adresse) erhoben. Die anonymisierten Daten der Items dienen ausschließlich der kontinuierlichen Validierung des Forschungsprojekts, um die Vergleichsdaten realer Zielgruppen aktuell zu halten.
Was fange ich mit dem PDF-Ergebnisbericht an?
Der Bericht bietet Ihnen eine objektive Standortbestimmung. Sie können ihn für Ihr Selbstcoaching nutzen oder – wie in Kapitel 5 empfohlen – einer KI zur vertiefenden Analyse vorlegen. Nutzen Sie dazu die Fallbeispiele zur Interpretation, um Ihr Profil mit realen Management-Anforderungen abzugleichen.
Bereit für eine fundierte Analyse?
→ Zum Gießener Inventar der PersönlichkeitFazit: Das GIP-Profil auf den Punkt gebracht
Es zeigt Ihnen, ob Sie Ihre PS auf die Straße bringen oder sich selbst im Weg stehen.
1. Zukunftsorientierung
2. Sozialverhalten
3. Persönliches Wachstum
4. Gestaltungswille
Verwandte Forschungsfelder zur Ergänzung
Der Persönlichkeitstest steht in engem Zusammenhang mit weiteren Forschungsfeldern, die zeigen, wie Menschen denken, fühlen, handeln und mit anderen zusammenarbeiten. Wenn Sie Ihr Profil noch besser verstehen möchten, finden Sie hier passende Vertiefungen:
- Empathie – emotionale, kognitive und soziale Empathie als wichtige Grundlage für Beziehungen, Kommunikation und Vertrauen.
- Resilienz – wie Menschen mit Belastungen, Rückschlägen und Stress umgehen und ihre innere Stabilität bewahren.
- Umsetzungskompetenz – warum manche Menschen gute Vorsätze wirklich in die Tat umsetzen und andere sich immer wieder verzetteln.
- Karrieremöglichkeiten – welche beruflichen Wege zu unterschiedlichen Persönlichkeitsprofilen passen und wo typische Stärken besonders gefragt sind.
- Berufsbezogener Persönlichkeitstest (BPT) – die spezialisierte Version für Beruf, Karriere, Führung, Potenzialträger und Personalentwicklung.
Über den Autor
Wissenschaftliche Leitung und Testentwicklung
Prof. Dr. Waldemar Pelz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, welche Persönlichkeitsmerkmale Menschen im Alltag, im Beruf und in zwischenmenschlichen Beziehungen wirklich stark machen.
Das Gießener Inventar der Persönlichkeit (GIP) entstand aus einem Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Ziel war es, einen Persönlichkeitstest zu entwickeln, der nicht mit vereinfachenden Typen arbeitet, sondern mit beobachtbarem Verhalten, klaren Vergleichsdaten und wissenschaftlichen Gütekriterien.
Grundlage sind eine große empirische Datenbasis mit mehr als 30.000 Profilen, langjährige praktische Erfahrung in Diagnostik und Führungskräfteentwicklung sowie die Orientierung an den Qualitätsstandards der DIN 33430.
- Wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitsdiagnostik statt vager Typologien.
- Messung von Stärken, Entwicklungsfeldern und möglichen Engpässen auf Basis realen Verhaltens.
- Praxisnahe Interpretation für Selbsterkenntnis, persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung.